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Spielbericht

Heimniederlage gegen Mannheim

Der EHC Eisbären Berlin unterlag vor 12.877 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena gegen die Adler Mannheim mit 3:4.

 

Die Partie begann mit einer Gedenkminute für den in der Nacht von Donnerstag auf Freitag verstorbenen, langjährigen Eisbären-Manager Lorenz Funk. Die gedrückte Stimmung schien Wirkung zu hinterlassen, denn die Hausherren verschliefen die ersten Minuten komplett. Schon nach 28 Sekunden zappelte der Puck zur Gästeführung im Netz. Die Eisbären-Defensive schaute seelenruhig den Aktionen der Mannheimer zu, und auch Petri Vehanen schien noch nicht ganz wach zu sein, als Marcel Goc die Scheibe um Vehanen herum ins Tor schob. Nur dreieinhalb Minuten später agierte die Abwehr der Hausherren wieder deutlich zu passiv, so dass Phil Hungerecker keine Mühe hatte, das 0:2 zu erzielen. Nach dem 0:2 wachten die Eisbären langsam auf. Sie gewannen nun mehr Zweikämpfe und erarbeiteten sich spielerische Vorteile. In der 15. Minute fand eine schöne Kombination Daniel Fischbuch, der verzögerte, Gästegoalie Dennis Endras verlud und zum 1:2-Pausenstand einschoss.

Der Mittelabschnitt begann für die Eisbären vielversprechend. In der 22. Minute gelang Nick Petersen der 2:2-Ausgleich. In der Folgezeit waren die Eisbären das bessere Team. Der Zug zum Tor war zwar noch ausbaufähig, dennoch kreierte der EHC einige Möglichkeiten, die jedoch alle ungenutzt blieben. Auch zwei Überzahlgelegenheiten brachten keinen Torerfolg. Ganz anders die Gäste. Das Glück schien ihnen heute hold zu sein. In der 32. Minute landete ein abgefälschter Schusss von Chad Kolarik zur erneuten Mannheimer Führung im Eisbären-Tor. Der EHC mühte sich bis zur Pause noch redlich um den Ausgleich, der aber einfach nicht fallen wollte.

Im Schlussabschnitt erhöhten die Eisbären noch einmal das Tempo. Zu Beginn des Drittels stellten die Gäste in der eigenen Zone die Räume geschickt zu, so dass es für die Eisbären schwierig war, klare Torchancen herauszuspielen. Das Überzahlspiel war am heutigen Tag so harmlos, dass es einer puren Zeitverschwendung glich und es besser gewesen wäre, der EHC hätte weiter 5 gegen 5 gespielt. Trotz dieser frustrierenden Rückschläge blieben die Eisbären beharrlich und erarbeiteten sich mit zunehmender Spieldauer immer bessere Gelegenheiten. In der 51. Minute war es dann endlich soweit. James Sheppard setzte den Puck aus Nahdistanz zum 3:3 ins Tor. Das Dilemma des Nachmittags trat bereits eine Minute später wieder hervor. Daniel Fischbuch musste in die "Kühlbox". Ganze sieben Sekunden dauerte es, bevor die gnadenlose Effektivität der Adler wieder zuschlug. Garrett Festerling fälschte einen Schuss unhaltbar zum 3:4 ab. Die Frage, auf wessen Seite das Glück in dieser Partie stand, war längst beantwortet. Da passte es nur ins Bild, dass die Eisbären in ihrem Powerplay eine Minute später nur den Pfosten trafen. Alles weitere Anrennen brachte keine weiteren Torerfolg mehr ein, so dass es bis zum Schluss beim 3:4 blieb.

TORE:

00:28 0:1 M. Goc (Plachta, Setoguchi)

04:00 0:2 Hungerecker (Festerling, Reul)

14:29 1:2 Fischbuch (Aubry, Noebels)

21:08 2:2 Petersen (Backman, Richmond)

31:02 2:3 Kolarik (Adam, Hungerecker)

50:11 3:3 Sheppard (DuPont, Backman)

51:13 3:4 Festerling (Wolf, Sparre) (im Powerplay)

 

STRAFMINUTEN:

EHC Eisbären Berlin 2
Adler Mannheim 8

DIE DREI BESTEN:

1. Backman (1 Tor, 1 Assist)  - EHC Eisbären Berlin (#61)

2. Festerling (1 Tor, 1 Assist)  - Adler Mannheim (#14)

3. Petersen (1 Tor)  - EHC Eisbären Berlin (#8)

 

ZUSCHAUER: 12.877

 

 

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