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Spielbericht

Eisbären gewinnen nach Verlängerung

Der EHC Eisbären Berlin besiegte im dritten Playoff-Halbfinale in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg mit 4:3 nach Verlängerung.

 

Von der ersten Sekunde an wurde um jeden Zentimeter auf dem Eis gekämpft. Das Spiel war schnell und intensiv. Robust präsentierten sich die Eisbären, um gegen stabile Nürnberger bestehen zu können. Man hatte das Gefühl, dass jeder Fehler sofort bestraft werden würde. In der 11. Minute war es dann auch so. Die Ice Tigers gerieten im Spielaufbau unter Druck. Das Zurückspielen der Scheibe in die eigene Zone hob das Abseits auf. Mark Olver sah Rihards Bukarts, der den Puck zum 1:0 unter die Latte hob. Lange hielt die Führung allerdings nicht. In der 14. Minute agierten die Gäste zum ersten Mal in Überzahl. Eigentlich spielten die Eisbären gut Unterzahl. Doch als die Ice Tigers in die Aufstellung gefunden hatten, dauerte es nicht lange. Steven Reinprecht glich zum 1:1 aus. Mit diesem Ergebnis ging es in die erste Pause.

Die Eisbären begannen den Mittelabschnitt in Überzahl. Das Powerplay sah allerdings schauerlich aus. Man musste eher Angst haben, dass die Hausherren keinen Treffer kassieren. Kaum spielten beide Teams komplett, sorgte der EHC für Unordnung in der Nürnberger Defensive. Louis-Marc Aubry erhielt zentral den Puck von Thomas Oppenheimer und schoss zum 2:1 ein (23.). Nur 22 Sekunden später herrschte das reinste Chaos in der Nürnberger Zone. Die Eisbären brauchten ein paar Versuche. Marcel Noebels hob schließlich den Puck über den liegenden Gästetorwart Niklas Treutle zum 3:1 ins Netz (23.). Die Gäste nahmen eine Auszeit und beruhigten so ihr Spiel. Nun brachte Nürnberg deutlich mehr Härte ins Spiel. Die Berliner Leistungsträger mussten ordentlich einstecken. Die Linie der Schiedsrichter blieb großzügig. In der 28. Minute agierten die Eisbären zu inkonsequent vor dem eigenen Tor. Die Ice Tigers nutzten die Situation sofort zum 3:2 durch Steven Reinprecht. Die verbleibende Spielzeit bot Nickligkeiten und Torszenen, aber keine weiteren Treffer.

Gleich zu Beginn des Abschnitts rächten sich die schlechten Special-Teams der Eisbären. Die Gäste benötigten 26 Sekunden, um in Überzahl den Ausgleich durch Yasin Ehliz zu erzielen. Er hatte viel zu viel Platz vor dem Tor. Bis zur Schlusssirene hatten die Eisbären selbst noch zweimal in Überzahl die Chance, das Spiel wieder zu ihren Gunsten zu kippen. Doch sie zogen das Powerplay viel zu zögerlich und ängstlich auf. Nürnberg wirkte in dieser Phase irgendwie einen Tick entschlossener in den Zweikämpfen. Bis zum Ende wogte die Partie ohne weitere Tore hin und her. Erneut musste die Verlängerung zwischen beiden Mannschaften entscheiden. Nick Petersen kam mit einer Portion Entschlossenheit zurück auf das Eis und machte nach 23 Sekunden kurzen Prozess. Sein beherzter Handgelenkschuss überwand Niklas Treutle zum 4:3-Sieg für die Eisbären.

TORE:

10:48 1:0 Bukarts (M. Olver, Fischbuch)

13:03 1:1 Reinprecht (Reimer, Pföderl) (im Powerplay)

22:35 2:1 Aubry (Oppenheimer, MacQueen)

22:57 3:1 Noebels (Aubry, Rankel)

27:36 3:2 Reinprecht (Aronson, Reimer)

40:26 3:3 Ehliz (Reinprecht, Gilbert) (im Powerplay)

60:23 4:3 Petersen (Backman)

STRAFMINUTEN:

EHC Eisbären Berlin 12
Thomas Sabo Ice Tigers 16

DIE DREI BESTEN:

1. Reinprecht (2 Tore, 1 Assist)  - Thomas Sabo Ice Tigers (#28)

2. Aubry (1 Tor, 1 Assist)  - EHC Eisbären Berlin (#41)

3. Petersen (1 Tor)  - EHC Eisbären Berlin (#8)

 

ZUSCHAUER: 14.200 (ausverkauft)

 

 

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