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Spielbericht

Eisbären holen nach dramatischer Partie den dritten Sieg

Der EHC Eisbären Berlin gewann die dramatische fünfte Halbfinalpartie in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena gegen die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg mit 5:4 nach Verlängerung.

 

Beide Mannschaften begannen körperbetont. Es wurde um jeden Zentimeter gekämpft. Den Spielern blieb bei der Puckannahme sehr wenig Zeit. Daraus resultierten zahlreiche Puckverluste, so dass die Begegnung kein spielerischer Leckerbissen war. Die Eisbären erarbeiteten sich ein Chancenübergewicht. Aber im entscheidenden Moment stand entweder ein Nürnberger im Weg oder die Scheibe versprang unglücklich. Beste Gelegenheiten blieben daher ungenutzt. Einzig Jamie MacQueen machte es in der 16. Minute besser. Er beförderte einen verdeckten Schuss zum 1:0 in den rechten Winkel. Mit diesem Ergebnis ging es in die erste Pause.

Die Eisbären spielten auch zu Beginn des Mitteldrittels überlegen. Aber die Ice Tigers zeigten wieder ihre Effektivitätsqualitäten. Wie aus dem Nichts tauchten sie vor Petri Vehanen auf, der einen Schuss nach vorne abprallen ließ. Patrick Bjorkstrand ließ sich die Chance nicht entgehen, 1:1. Nur 91 Sekunden später hatten die Gäste zuviel Platz. Brandon Segal schoss einfach mal aus halblinker Position erwischte Petri Vehanen im Eisbären-Tor kalt. Die Eisbären zeigten sich nach dem Tor geschockt, standen zu weit weg vom Gegner. Insbesondere die Stürmer spielten in der Rückwärtsbewegung nicht hart genug gegen den Mann. In der Vorwärtsbewegung versprang nun häufiger der Puck, und die Chancen wurden weiter liegen gelassen. In der 39. Minute bekamen die Hausherren nach einem Bandencheck an Thomas Oppenheimer, der anschließend verletzt ausschied, eine Überzahlgelegenheit. Der Block um James Sheppard "starb in Schönheit". Die zweite Powerplay-Formation machte deutlich mehr Betrieb. Nach energischem Spiel von Blake Parlett beförderte Marcel Noebels den Puck zum 2:2 ins Netz.

Die Eisbären kamen mit viel Energie aus der Kabine. In der 45. Minute knallte Nick Petersen einen Schlagschuss zum 3:2 ins Tor. Die Eisbären blieben die aktivere Mannschaft. In der 48. Minute agierte der EHC wieder mit einem Mann mehr auf dem Eis. Frank Hördler erhöhte mit einem Schlagschuss auf 4:2. Nun wurde Nürnberg offensiver. Die Eisbären lauerten auf Konter und suchten die Entscheidung. Aber die Chancenverwertung blieb schlecht. Die Ice Tigers dagegen waren brutal effektiv. Die Eisbären machten es ihnen aber auch zu leicht. Sie verloren eine sicher geglaubte Scheibe. Vom Schlittschuh von Leonhard Pföderl prallte der Puck zum 4:3-Anschluss ins Tor (56.). Bitter wurde es 34 Sekunden später. Nick Petersen verlor in der neutralen Zone den Puck. John Mitchell glich aus zentraler Position zum 4:4 aus (56.). Erneut musste die Verlängerung entscheiden.

In der Verlängerung nahmen die Eisbären sofort das Heft in die Hand. Aber die Chancenverwertung... Gegen Mitte der ersten Verlängerung ergaben sich für die Gäste zwei Kontermöglichkeiten, weil die Eisbären mit hohem Risiko spielten. Aber mit vereinten Kräften hielten sie sich schadlos. In der 72. Minute erhielt Mark Olver die Scheibe von Martin Buchwieser. Mit seinem Antritt umkurvter er zwei Gegenspieler, lief auf das Tor zu, verzögerte und schoss den Puck zum 5:4-Siegtreffer ins Tor.

TORE:

15:23 1:0 MacQueen (Wissmann, DuPont)

23:13 1:1 Bjorkstrand (Möchel, Buzas)

24:44 1:2 Segal (Steckel, Fox)

38:35 2:2 Noebels (Parlett) (im Powerplay)

44:08 3:2 Petersen (Parlett)

47:36 4:2 Hördler (Sheppard, Backman) (im Powerplay)

55:02 4:3 Pföderl (Mitchell, Steckel)

55:36 4:4 Mitchell (Pföderl)

71:07 5:4 M. Olver (Buchwieser)

STRAFMINUTEN:

EHC Eisbären Berlin 0
Thomas Sabo Ice Tigers 6

DIE DREI BESTEN:

1. M. Olver (1 Tor)  - EHC Eisbären Berlin (#91)

2. Mitchell (1 Tor, 1 Assist)  - Thomas Sabo Ice Tigers (#79)

3. Parlett (2 Assists)  - EHC Eisbären Berlin (#71)

 

ZUSCHAUER: 14.200 (ausverkauft)

 

 

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