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Spielbericht

Sechs-Punkte-Wochenende

Der EHC Eisbären Berlin gewann vor 11.321 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena gegen die Straubing Tigers mit 5:2.

Das erste Drittel verlief seltsam. Die Gäste aus Straubing standen gut in der neutralen Zone und nahmen so oft das Tempo aus dem EHC-Offensivspiel. Durchwachsendes Passspiel sorgte auch dafür, dass der Spielfluss etwas klemmte. Dennoch erarbeiteten sich die Hausherren ein Chancenübergewicht. Aber die Effizienz war wieder einmal schlecht. Zwei Lattentreffer und ein Alleingang von Leo Pföderl blieben ungenutzt. Nur ein verdeckter Schuss von Ryan McKiernan in der 6. Minute fand den Weg ins Tor. Straubing spielte wesentlich effektiver. In der 13. Minute eroberten die Gäste mit unfairen Mittel die Scheibe. Der Pfiff der Unparteiischen blieb aus, so dass es zügig in Richtung Eisbären-Tor ging. Mitchell Heard traf zum 1:1.

Im zweiten Drittel verloren die Eisbären den Faden. Es schien so, als ob sie damit haderten, dass das ständige Halten der Tigers nicht bestraft wurde. Das Durchsetzungsvermögen in den Zweikämpfen litt zusehens. In der eigenen Zone waren die Eisbärenzweikämpfe von Strafenvermeidung geprägt, so dass das Defensivverhalten eher einem Begleitschutz als konsequenter Abwehrleistung glich. Für Straubing ergaben sich dadurch einige gute Möglichkeiten. Die beste vergab Marcel Brandt, als er das halbleere Tor verfehlte. Bei den Eisbären blieb offensiv alles beim alten. Die paar recht ansehnlichen Gelegenheiten wurden alle vergeben.

Im Schlussdrittel platzte plötzlich der Knoten bei den Eisbären. Auslöser war ein eher zufälliger Treffer von James Sheppard in der 43. Minute. Er setzte sich schön durch und sein recht harmloser Schuss rutschte Tigers-Torwart Sebastian Vogl durch die Schoner. 90 Sekunden später verwerteten die Eisbären ein Powerplay. Maxim Lapierre fälschte aus Nahdistanz einen Schuss zum 3:1 ab. Nach diesen beiden Toren traten die Eisbären wesentlich gefestigter auf. Die Körpersprache der Spieler änderte sich und strahlte wesentlich mehr Selbstvertrauen und Zuversicht aus. In der 52. Minute traf Louis-Marc Aubry zum 4:1 für die Eisbären. Kurz vor dem Ende meldeten sich auch noch einmal die Gäste. Der EHC stellte quasi das Verteidigen ein. Diese Passivität lud Stefan Loibl förmlich zum zweiten Straubinger Tor ein (58.). Nun setzten die Gäste alles auf eine Karte und nahmen den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Eisbären gelangten nach einem Bully in der Verteidungungszone in Puckbesitz. Mark Olver schoss das Spielgerät aus dem eigenen Drittel zum 5:2-Endstand ins leere Straubinger Tor.

TORE:

05:09 1:0 McKiernan (Lapierre)

12:26 1:1 Heard (/)

42:26 2:1 Sheppard (Wissmann, Labrie)

43:56 3:1 Lapierre (Ramage, McKiernan) (im Powerplay)

51:30 4:1 Aubry (Hördler, Noebels)

57:44 4:2 Loibl (Connolly, Renner)

58:39 5:2 M. Olver (Hördler) (Empty net)

STRAFMINUTEN:

EHC Eisbären Berlin 8
8

DIE DREI BESTEN:

1. Lapierre (1 Tor, 1 Assist) - EHC Eisbären Berlin (#40)

2. Hördler (2 Assists)  - EHC Eisbären Berlin (#7)

3. Sheppard (1 Tor)  - EHC Eisbären Berlin (#88)

 

ZUSCHAUER: 11.321

 

 

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