Deutscher Meister      2005  ·  2006  ·  2008  ·  2009  ·  2011  ·  2012  ·  2013                             Deutscher Pokalsieger      2008                              European Trophy      2010

Spielbericht

Eisbären mit dem Rücken zur Wand

Der EHC Eisbären Berlin unterlag im vierten Finalspiel in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena Titelverteidiger EHC Red Bull München mit 2:4. Die Hauptstädter liegen nun in der Finalserie mit 1:3 Siegen zurück und stehen nun mit dem Rücken zur Wand.

Die Eisbären kamen mit viel Schwung aus der Kabine. Sie zeigten sofort körperliche Präsenz. Durch das hohe Tempo der Begegnung bekamen die Zuschauer von Beginn an zahlreiche Torchancen zu sehen. Nachdem die Hausherren einige Gelegenheiten ausließen, erhielt Jamie MacQueen auf der rechten Seite die Scheibe. Er zögerte nicht und schoss zum 1:0 ein (6.). Nach dem Treffer blieben die Eisbären das aktivere Team. Doch das richtige Schussglück besaßen sie nicht. Zu viele Möglichkeiten wurden vergeben. In der 12. Minute präsentierten die Gäste wiederholt ihre Kaltschnäuzigkeit. Maximilian Kastner fälschte einen Schuss von Yannic Seidenberg zum 1:1 ab. München bekam nach dem Tor etwas Oberwasser, so dass Petri Vehanen mehr in den Blickpunkt rückte. Jedoch fielen bis zur Pause keine weiteren Tore.

Die Eisbären kamen wieder mutig aus der Kabine und erarbeiteten sich Chancen. Aber sie taten sich so schwer, den Puck über die Linie zu befördern. Immer fehlte eine Kleinigkeit. Entweder Gästetorwart Danny aus den Birken bekam noch einen Ausrüstungsgegenstand dazwischen oder die Scheibe verfehlte das Tor knapp. In der 27. Minute stürmte Jonas Müller ins gegnerische Drittel. Nick Petersen nahm den Puck auf lief um das Tor herum und bediente Sean Backman, der zum 2:1 traf. Die Eisbären bemühten sich, die Führung auszubauen. Doch auch Überzahlgelegenheiten brachten nichts Zählbares. In der 35. Minute zeigte der Titelverteidiger wieder seine Abgebrühtheit. Der Puck gelangte zu Jonathan Matsumoto, der sich in dieser Situation aus allen Zweikämpfen heraushielt und übersehen wurde, 2:2. Kurz vor der Pause zog Yannic Seidenberg einfach trocken ab, und die Gäste gingen erstmals in Führung.

Das letzte Drittel verlief so, wie sie häufig verlaufen, wen München mit einem Tor führt. Die Eisbären strampelten sich ab, trafen aber nicht. Ungünstig waren auch die Strafzeiten, die die Hausherren im letzten Abschnitt kassierten. Das eigene Powerplay vermochten sie, wie so oft, ebenfalls nicht zu nutzen. Die Zeit rann den Eisbären schlichtweg davon. In der 58. Minute hängte Dominik Kahun auch noch Sean Backman in der Eisbärenzone ab und erzielte das 2:4. Die Eisbären nahmen zwar anschließend noch den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, aber vergeblich.

TORE:

05:21 1:0 MacQueen (Bukarts, Richmond)

11:58 1:1 Kastner (Seidenberg)

26:04 2:1 Backman (Ptersen, J. Müller)

34:37 2:2 Matsumoto (Pinizzotto, Kastner)

38:16 2:3 Seidenberg (Matsumoto, Pinizzotto)

57:19 2:4 Kahun (/)

STRAFMINUTEN:

EHC Eisbären Berlin 12
EHC Red Bull München 16

DIE DREI BESTEN:

1. Matsumoto (1 Tor, 1 Assist)  - EHC Red Bull München (#19)

2. Petersen (1 Assist)  - EHC Eisbären Berlin (#8)

3. Seidenberg (1 Tor, 1 Assist)  - EHC Red Bull München (#36)

 

ZUSCHAUER: 14.200 (ausverkauft)

 

 

Zurück