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Spielbericht

Eisbären holen glücklich drei Punkte

Der EHC Eisbären Berlin gewann vor 10.417 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena glücklich gegen die Grizzlys Wolfsburg mit 3:2.

 

Wolfsburg begann sehr körperbetont. Sie ließen die Eisbären wenig Zeit und Raum, um die Scheibe anzunehmen und das Spiel aufzubauen. Manchmal übertrieben es die Gäste etwas mit dem Körperspiel, was einige Strafzeiten nach sich zog. Im Powerplay mühten sich die Eisbären, wie gehabt, etwas umständlich. Außerdem warfen sich die Wolfsburger gefühlt in jeden Schuss. Was doch noch bis zum Gästetor durchkam, fing Felix Brückmann sicher weg. In der 16. Minute gelangte der Puck in einem nicht überzeugend vorgetragenen Powerplay zu Jamie MacQueen. Mit einem fulminanten Schlagschuss traf er zum 1:0-Pausenstand.

Zu beginn des Mittelabschnitts ging erst einmal bei beiden Teams die spielerische Linie verloren. Beide Mannschaften glichen einem Hühnerhaufen und stocherten den Puck wild über das Spielfeld. Nach einigen Minuten nahm die Begegnung wieder etwas mehr Struktur an, und die Eisbären erarbeiteten sich sogar einige Möglichkeiten. Doch immer wieder warfen sich die Grizzlys in die Schussbahn und blockten viele Schüsse. Felix Brückmann war ebenfalls immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Die Eisbären-Defensive arbeitete bis zum Ende des Mitteldrittels ebenfalls effektiv und sicherte so die Null.

Im letzten Drittel plätscherte das Spiel so dahin. Wolfsburg bemühte sich um den Ausgleich, fand aber zunächst kein richtiges Rezept. Die Eisbären versuchten

viel zu früh das Ergebnis über die Runden zu schaukeln, anstatt energisch auf das zweite Tor zu drängen. In der 53. Minute war den Hauptstädtern der Zufall holt. Nach dem der Puck wie beim Volleyball von mehreren Spielern in der Luft gehalten wurde, sprang er schließlich von einem Wolfsburger Handschuh vor den Schläger von Louis-Marc Aubry. Diese Chance ließ er sich nicht entgehen, 2:0. Die Schlussphase sollte turbulent werden. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Gäste-Coach Pavel Gross den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspieles vom Eis. In der 58. Minute lupfte Danny Richmond den Puck aus dem eigenen Drittel ins verwaiste gegnerische Gehäuse, 3:0. Das Spiel schien entschieden. Nur, Wolfsburg gab nicht auf. Noch in der 58. Minute bekamen die Grizzlys einen Penalty zugesprochen, den Stephen Dixon zum 3:1 verwandelte. Eine knappe Minute später beförderte Gerrit Fauser die Scheibe zum 3:2-Anschluss über die Linie. Das war noch nicht alles, denn 24 Sekunden später landete der Puck erneut im Eisbärentor. Doch nach Ansicht des Videobeweises wurde das Tor wegen Torwartbehinderung nicht anerkannt. Nachdem die Eisbären noch einmal Glück gehabt hatten, zitterten sie sich über die restliche Spielzeit und sicherten sich so drei wertvolle Punkte.

TORE:

15:12 1:0 MacQueen (Baxmann, Oppenheimer) (im Powerplay)

52:16 2:0 Aubry (Rankel, Richmond)

57:12 3:0 Richmond (/) (Empty Net)

57:24 3:1 Dixon (Penalty)

58:21 3:2 Fauser (Kreps, Voakes) (sechster Feldspieler)

STRAFMINUTEN:

EHC Eisbären Berlin 4
Grizzlys Wolfsburg 12

DIE DREI BESTEN:

1. Richmond (1 Tor, 1 Assist)  - EHC Eisbären Berlin (#9)

2. Fauser (1 Tor)  - Grizzlys Wolfsburg (#23)

3. Aubry (1 Tor)  - EHC Eisbären Berlin (#41)

 

ZUSCHAUER: 10.417

 

 

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