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Spielbericht

Miserables Unterzahlspiel kostet Punkte

Der EHC Eisbären Berlin verlor in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena gegen den ERC Ingolstadt mit 2:4.

Bereits im ersten Drittel bot die Begegnung die ersten strittigen Szenen. In der 10. Minute spielten die Eisbären in Unterzahl. Der Nachschuss eines 2 auf 1 Konters landete am Rücken von Gästetorwart Timo Pielmeier und rutschte von dort in Richtung Torlinie. Nach Ansicht des Videobeweises waren die Schiedsrichter der Meinung, dass der Puck die Torlinie nicht überschritten hätte, obwohl die Bilder etwas anderes zeigten. Ein klares Tor wurde nicht anerkannt! Richtig ärgerlich wurde es, als Mike Collins eine Minute später im gleichen Powerplay die Ingolstädter Führung erzielte. Die Eisbären versuchten weiter nach vorn zu spielen. Sie gewannen mehr Zweikämpfe als der Gegner. In der 17. Minute ließ sich André Rankel nicht von der Scheibe trennen und spielte schließlich vor das Tor auf James Sheppard. James Sheppard legte quer, so dass Jamie MacQueen den Puck nur noch zum 1:1 über die Linie drücken brauchte.

Die Eisbären kamen mit viel Schwung aus der Kabine. In der 22. Minute brachte Micki DuPont die Scheibe in Richtung gegnerisches Tor. Seinen Schuss fälschte Sean Backman unhaltbar für Timo Pielmeier zum 2:1 ab. Die Eisbären erarbeiteten sich weiter gute Möglichkeiten. Doch die Chancenverwertung ließ wieder zu wünschen übrig. Louis-Marc Aubry oder James Sheppard scheiterten völlig frei. Frank Hördler zauderte einen Moment zu lange und Daniel Fischbuch bekam vor Schreck gar keinen Schuss zustande. Da auch die Überzahlgelegenheiten nicht genutzt werden konnte, blieb den Eisbären ein weiterer Treffer bis zur Pause verwehrt. In der Defensive stemmten sich die Hausherren erfolgreich mit aller Macht gegen immer ruppiger spielende Gäste.

Im Schlussdrittel begingen die Eisbären den Fehler, den Vorsprung verwalten zu wollen. Das ging zunächst zu Lasten der Offensive. Die Zielstrebigkeit und Zweikampfstärke in der gegnerischen Zone waren dahin. Nicht nur, dass die Eisbären es dadurch versäumten, die Führung auszubauen, sie boten den Gästen durch das alibimäßige Forechecking auch immer wieder die Möglichkeit, mit Tempo in das Eisbärendrittel einzudringen. Einmal in Schwung hatte es die Eisbärendefensive schwer, die Panther zu stoppen. In der 48. Minute hatten die Hausherren Glück, als der Puck bei einem Ausflug Kevin Poulins bei Fabio Wagner landete, der aber das leere Tor nicht traf. Spielentscheidend sollte die unzureichende Unterzahleffizienz mit einer Quote von 25 % am heutigen Tag werden. In der 51. Minute dauerte es 16 Sekunden, bis Brett Olson die Scheibe zum 2:2 im Tor unterbrachte. In der 56. Minute stocherte Darin Olver den Puck nach einer guten Minute Überzahl über die Linie. Da die Eisbären bis zum Ende der Begegnung nicht mehr in der Lage waren, das Tempo noch einmal anzuziehen, war der Treffer von Mike Collins zum 2:4 ins leere EHC-Gehäuse nur die logische Konsequenz (60.).

TORE:

10:05 0:1 Collins (Cannone, Koistinen) (im Powerplay)

16:54 1:1 MacQueen (Sheppard, Rankel)

21:28 2:1 Backman (DuPont, Noebels)

50:34 2:2 Olson (Cannone, Koistinen) (im Powerplay)

55:47 2:3 D. Olver (/) (im Powerplay)

59:15 2:4 Collins (D'Amigo, Wagner) (Empty net)

STRAFMINUTEN:

EHC Eisbären Berlin 10
6

DIE DREI BESTEN:

1. Collins (2 Tore)  - ERC Ingolstadt (#13)

2. Pielmeier (29 von 31 Schüssen gehalten)  - ERC Ingolstadt (#51)

3. Koistinen (2 Assists)  - ERC Ingolstadt (#10)

 

ZUSCHAUER: 14.200 (ausverkauft)

 

 

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