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Spielbericht

Sieg zum Jahresanfang

Der EHC Eisbären Berlin bezwang in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena den Tabellenführer EHC Red Bull München mit 4:3.

In den ersten Spielminuten gerieten die Eisbären erst einmal unter Druck. Sie benötigten etwas Zeit, um ein Rezept gegen angriffslustige Münchener zu finden. Als sie es gefunden hatten, ging es gleich richtig los. James Sheppard lief auf der Suche nach einer Anspielstation über das gesamte Spielfeld. Er spielte einen Münchener nach dem anderen aus und hatte plötzlich freie Schussbahn. Kurz entschlossen schoss er Gästetorwart Kevin Reich den Puck flach zum 1:0 durch die Beine ins Netz (5.). Die Eisbären gestalteten die Partie offen und griffen früh den Gegner an. In der 7. Minute fing James Sheppard einen Aufbaupass ab und ging allein auf das Tor zu. Er spielte Kevin Reich aus und traf zum 2:0. München erhielt in der zweiten Hälfte der Periode zwei Überzahlgelegenheiten. Doch die Eisbären standen gut und verteidigten das 2:0 bis zur Pause.

Das Mitteldrittel begann sehr ungünstig für die Eisbären. Ein Fehlpass im eigenen Drittel  gleich nach Wiederbeginn löste Chaos in der Defensive der Hausherren aus. Jason Jaffray war auf Zuspiel von Keith Aulie der Nutznießer, 2:1. Die Eisbären mussten in der Folge einige brenzlige Situationen überstehen, blieben selbst offensiv aber ebenso gefährlich. In der 34. Minute wurde erneut das konsequente Forechecking belohnt. Sebastian Streu spritzte in einen Pass und legte ab auf Fabian Dietz. Fabian Dietz bediente Pierre-Cedric Labrie, der völlig allein auf Kevin Reich zulief und trocken zum 3:1 einschoss. Kurz vor der Pause verteilten die Eisbären bei eigener Überzahl Gastgeschenke. Nach Scheibenverlust erhielt Patrick Hager das Spielgerät. Florian Kettemer verlor den Zweikampf und Frank Hördler störte nur halbherzig. Patrick Hager setzte sich durch und überwand Justin Pogge mit einem Schuss ins rechte obere Eck zum 3:2-Anschluss.

Im Schlussdrittel schien es zunächst so, als ob das Spiel den typischen Verlauf nehmen sollte, wenn der Gegner München heißt. In der 45. Minute gelang Jason Jaffray der 3:3-Ausgleich. Doch die Eisbären ließen sich durch diesen Rückschlag nicht entmutigen. Sie suchten die Entscheidung, vergaben jedoch ihre Möglichkeiten. In den letzten zehn Minuten mussten die Hausherren zwei Unterzahlsituationen überstehen. Sie schafften es mit viel Einsatz und besaßen durch Maxim Lapierre sogar noch die Konterchance. Als sich bereits alle auf die Verlängerung eingestellt hatten, passierte das Unglaubliche. Frank schlenzte den Puck 30 Sekunden vor dem Ende in Richtung Tor. Leo Pföderl, der eigentlich schon wechseln gehen wollte, hielt seinen Schläger in den Schuss und fälschte die Scheibe unhaltbar zum 4:3-Siegtor ab.

TORE:

04:32 1:0 Sheppard (Wissmann, Hördler)

06:29 2:0 Sheppard (/)

20:35 2:1 Jaffray (Aulie)

33:28 3:1 Labrie (Streu, Dietz)

37:14 3:2 Hager (Ehliz, Boyle) (in Unterzahl)

44:41 3:3 Jaffray (Parlett, Parkes)

59:30 4:3 Pföderl (Hördler, Wissmann)

STRAFMINUTEN:

EHC Eisbären Berlin 10
4

DIE DREI BESTEN:

1. Sheppard (2 Tore)  - EHC Eisbären Berlin (#88)

2. Jaffray (2 Tore) - EHC Red Bull München (#15)

3. Pföderl (1 Tor) - EHC Eisbären Berlin (#93)

 

ZUSCHAUER: 14.200 (ausverkauft)

 

 

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